Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder (Havel)
Tag der offenen Tür am 13.01.2024
„Ich habe dem Panzer ins Gesicht geschaut“ – Nahostprojekttag am 18.02.
Es waren doch sehr eindrucksvolle Worte, die Hazim Lulu da wählte: „Über 30 Jahre habe ich im Gaza-Streifen gelebt, viele Kriege miterlebt, aber nach einem Monat nach den Angriffen auf Gaza mussten wir weg – da starben Menschen wie Fliegen.“ Hazim Lulu selbst lebte bis 2023 im Gaza-Streifen zusammen mit seiner Frau, seinen fünf Kindern und Enkelkindern und er wollte den Ort nicht verlassen, es war ja seine Heimat, er hatte dort seine Firma, das war seine Heimat. Zwei Jahre später schaut er aus Deutschland heraus von den Krieg und hat nur einen Wunsch: „Ich habe noch viel Hoffnung, es sind nicht die Menschen, die diesen Krieg führen“.
Um sich mit dem aktuellen Nahostkonflikt und der Frage, wie dieser gelöst werden kann, zu beschäftigen, fand am 18.02. ein Projekttag am EHG statt. Dabei wurde dieser zunächst durch zwei Grußworte eröffnet, die die beiden Perspektiven verdeutlichen sollten: So wurde der jüdische Blick durch den Antisemtismusbeauftragten der brandenburger Landesregierung für Antisemitismus, Andreas Büttner krankheitsbedingt vertreten durch Olaf Glöckner dargestellt, während der palästinensische Blickwinkel durch Nazih Musharbash, Präsident Deutsch-Palästinensische Gesellschaft umgesetzt wurde – beide begannen mit der Forderung: Reicht euch die Hände.

Danach konnten die Oberstufenkurse PB sowie die 9s aus sieben verschiedenen workshops zum Thema wählen und sich u.a. in den Antisemitismusbegriff, den Konfliktverlauf oder den öffentlichen Umgang einzuarbeiten. Dank Unterstützung des Fördervereins waren hierbei neben dem Bildungsteam Berlin Brandenburg oder dem Mideast Freedom Forum Berlin auch renomierte Forscher*innen wie Wolfgang Benz dabei.
Nach zwei Workshopschienen kamen alle wieder zur abschließenden Podiumsdiskussion zusammen, die nun neben Hazim Lulu, einem aus dem Gaza-Streifen geflohenen Palästinenser, auch Shai Hoffmann umfasste. Dieser hat selbst jüdische Wurzeln und setzt sich nicht weniger stark für einen gemeinsamen Frieden ein, der vor allem auch die Unterdrückung der Palästinenser anerkennt. Ergänzt durch Olaf Glöckner vom Moses-Mendelsohn-Zentrum wurde dabei zunächst über die letzten Jahre und die persönlichen Eindrücke des Krieges besprochen, bevor es um Lösungen ging. Unter der Moderation von Virginia Hammann und Ina Marie Maree, beide Klasse 12, sowie Romina Paniccia, Klasse 11, wurde dabei deutlich, wie verfahren die Situation ist und wie schwierig eine Lösung aktuell aussieht. Aber Lulu, der selbst Freunde im Krieg verloren habe, kam eindrücklich zu dem Ergebnis: „Hoffnung muss man immer haben, die Menschen haben immer Hoffnung.“


Musicalbesuch „Romeo und Julia“ 9.Klassen

Neue Podcastfolge „FAQ 2.0 – eure Fragen zum Podcast und warum dieser im Sommer endet“ ist erschienen
Lange angekündigt, hier ist es endlich – nach der letzten FAQ-Folge haben uns wieder über 70 Fragen erreicht und heute sprechen wir mit euch darüber. Kommt mit auf eine Reise durch eure Fragen zu unseren Insidern, was Hans über uns denkt und wie wir uns entwickelt haben. Und bei all den Fragen vergessen wir das wichtigste nicht – die Frage nach unser Zukunft: Denn leider verkünden wir auch, dass wir dieses einzigartige Projekt im Sommer beenden werden. Warum? Weshalb? Hört rein!
Neue Podcastfolge „Ruhe vor dem blauen Sturm?“ erschienen
2026 ist ein Superwahljahr – Superlative findet man in der Politik immer schnell, aber mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin wählt vor alle der Osten: Sowohl in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern wird ein neuer Ministerpräsident gesucht und in beiden Bundesländern steht die AfD vor der absoluten Mehrheit.
Mit Cornelius Pollmer, der der Bürochef der ZEIT in Leipzig ist, diskutieren wir nicht nur über die Wahlumfragen und Koalitionen – wir fragen uns auch ganz technisch, was bedeutet ein Sieg der AfD für den Bund und für Deutschland. Und kommen zu den Punkt: Ist der Punkt auf no return bereits erreicht?