Tag gegen rechte Gewalt – Historische Hintergründe

Der 9. November in der deutschen Geschichte

  • Nach seiner Abdankung am 9. November 1918  setzte sich Kaiser Wilhelm II. nach Holland ab.
  • Gegen den Willen von Friedrich Ebert rief Philipp Scheidemann am 9. November 1918 vom Balkon des Reichstages in Berlin die deutsche Republik aus.  Er wollte Karl Liebknecht, dem Führer des Spartakusbundes, zuvorkommen, der nur Stunden später die Räterepublik proklamierte.
  • Adolf Hitler schrieb seine Hetzschrift "Mein Kampf" während seiner Haft in Landsberg, wo er nach dem Putschversuch 1923 inhaftiert war.
  • Hitlers Putschversuch am 9. November 1923 wurde in der Feldherrnhalle in München niedergeschlagen?
  • Inhalt der so genannten Nürnberger Rassegesetze von  1935 war, dass die Juden ihrer Bürgerrechte beraubt wurden.
  • Ein Attentat des polnischen Juden Herschel Grynszpan auf den Legationssekretär Ernst vom Rath in der deutschen Botschaft in Paris benutzte die Nazi-Propaganda, um am 9. November 1938 die Reichspogromnacht gegen die jüdische Bevölkerung zu inszenieren?
  • Der 27. Januar ist der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 1945 wurde das KZ Auschwitz-Birkenau an diesem Tag befreit.
  • "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt." – Diese Worte sprach das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf der Pressekonferenz vom 9. November 1989 und führte damit unfreiwillig den Fall der Berliner Mauer herbei.