Informationen zum Fach Pädagogik

Erstellt von Sabrina Schulpig und Philipp Frenzel im Rahmen der Projektwoche 2004 

Das Fach Pädagogik ist ein Fach der gymnasialen Oberstufe und gehört zum Aufgabenfeld II. Es kann an unserer Schule als Grundkursfach (3 Std.) oder als Leistungskursfach (5 Std.) belegt werden.

Pädagogik heißt Kinderführung und sie ist so alt wie das Nachdenken über den Menschen, dessen erste Quellen für Europa das antike Griechenland in der Figur des Sokrates und der Lehre der Sophisten überliefert hat.

Für die Sophisten, die ersten demokratischen Lehrer in der Geschichte der Pädagogik, war Wissen nicht länger eine Frage der Wahrheit, sondern der Brauchbarkeit für das Leben. In seiner Relativität bildet es die Grundlage der Künste, die den Menschen ökonomisch, politisch, kulturell und religiös prägen und formen. Denn über den Wert eines Menschen entscheide nicht ein vorbestimmtes Schicksal, sondern, was er bereit sei zu lernen: "Der Mensch ist das Maß aller Dinge, die er braucht."

Seit in den 60er Jahren des gerade vergangenen Jahrhunderts die Forderung unüberhörbar wurde, dass sich die Pädagogik der Nachprüfbarkeit ihres Handelns stellen muss, nennt ihre Forschung sich Erziehungswissenschaft. Das Sammeln von Daten über die Bedingungen des Aufwachsens und Erziehens in der Gesellschaft gibt der Pädagogik eine realistischere Grundlage für die von ihr anzustrebenden Ziele. Aber es befreit sie nicht von der Aufgabe, sich über die Persönlichkeitsmerkmale des von ihr zu erziehenden Kindes zu verständigen. Erziehungswissenschaft ist der kritische Beobachter des Weges von der Zielbestimmung durch die Pädagogik zur Verwirklichung durch die Erziehung.

2. Aufgaben und Ziele des Faches

Das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaften ist dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zuzuordnen und hat die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Erziehung und Bildung, Gesellschaft und Individuum zum Gegenstand.

Die Beschreibung, Analyse und Beurteilung von Erziehungsprozessen leisten einen Beitrag zur vertieften Allgemeinbildung und soll darauf aufbauend die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollem Handeln befähigen. Des Weiteren werden alle sozialen Bedingungen, Prozesse und individuellen Motive erfasst, welche der Ausprägung, Förderung oder Änderung der Persönlichkeit dienen.

Das Fach bietet in besonderer Weise Hilfen zur Entfaltung der Persönlichkeit in sozialer Verantwortung.

Das bedeutet,

  • die Entfaltung der personalen Identität zu unterstützen;
  • Fähigkeiten und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation auszubilden;
  • Empathie, positive Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz zu sich und anderen auszuprägen sowie
  • pädagogische Aspekte in verschiedenen Bereichen des beruflichen und persönlichen Lebens zu erkennen, zu werten und zu berücksichtigen.

Dazu ist es notwendig, wissenschaftliche Arbeitsmethoden zu vermitteln, die zur Studierfähigkeit führen:

  • Beobachtungen, Befragungen, Entwickeln und Auswerten von Fragebogen, Interviews und Experimenten;
  • Auswerten von statistischen und audiovisuellen Materialien, Arbeit mit Fallstudien, Biografien, Auswerten von Fachliteratur;                         
  • Arbeit mit Ganzschriften, Einsatz von Nachschlagewerken sowie Print- und  elektronischen Medien;
  • Unterschiedliche Methoden der Textarbeit, beispielsweise systematisches Lesen, Strukturieren und Aufbereiten von Texten, Thesenbildung, hermeneutische Quellenarbeit;
  • Hypothesenbildung und Erarbeitung von Modellen und Erklärungsansätzen;
  • Pro- und contra-Diskussionen, Podiumsdiskussionen, Planspiele als handlungsorientiertes  Auseinandersetzen mit Theorien;
  • Präsentieren von Arbeitsergebnissen sowie das Anfertigen von Protokollen, Referaten
  • und Facharbeiten.

3. Lerninhalte

3.1 Schulhalbjahr 11/1

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"
(aus dem Himalaya)

 Ziel dieses einführenden Kurses "Erziehung – ein spezifischer, notwendiger Prozess ist es, die Besonderheiten erzieherischem Handeln gegenüber anderen Arten menschlichen Handelns herauszuarbeiten, indem konkrete Erziehungssituationen analysiert werden.

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Besonderheiten erzieherischen Handelns

  • Erziehungsbegriff
  • Erziehungsziele
  • Erziehungsmittel
  • Historische Erziehungsszenen
  • Erziehung in fremden Kulturkreisen
  • Institutionelle Erziehung
  • Analyse von Erziehungssituationen in Kindertagesstätten
  • Vorstellung verschiedener Generationen von Erziehung                                                                        

 

Notwendigkeit, Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung
  • Natur- und sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zur Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit
  • Hospitalismus, Verwilderung, sozial abweichendes Verhalten
 
Erziehung – ein Prozess der Kommunikation und Interaktion
  • Erzieherrolle in der Entwicklung / Autorität als pädagogisches Problem
  • Konzepte von Lewin, Tausch und Hurrelmann
  • Modelle und Experimente
  • Grundaxiome der Kommunikation (u.a. Schulz v. Thun)
  • Gesetze der Gruppendynamik
  • Gesetze der sozialen Wahrnehmung
  • Analyse von Verhalten in Gruppen (Kindertagesstätten bzw. Freizeitgruppen)
  • Gruppenaktionen
  • Übernahme von Patenschaften

Der Baum weinte. Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten, denen er vertraute, schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten waren. Er konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. Er konnte nicht begreifen. Aber sie sagten ja, dass sie ihn lieb hätten und es gut mit ihm meinten. Und sie sagten, dass ein richtiger Baum gerade wachsen müsse. Und Gott es nicht gern sähe, wenn er schief wachse. Also musste es wohl stimmen. Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen.

(Heinz Körner)

Schulhalbjahr 11/2

Mit dem Thema "Erziehung – ein Beitrag zur Entwicklung" werden Grundlagen für die Betrachtung der pädagogischen Förderung menschlicher Entwicklung gelegt.Auf dieser Grundlage sollen grundlegende Probleme der Erziehung in aus gewählten Phasen der Entwicklung des Menschen von Zeugung bis Jugendalter sein.

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Pädagogische Konsequenzen des Wirkens von Entwicklungsfaktoren

  • pädagogischer Realismus, Optimismus und Pessimismus, Anlage "Umwelt" Debatte
  • pädagogischer Umgang mit Intelligenz, Begabung und Kreativität
  • Analyse von historischen Erziehungsauffassungen
  • Analyse von Tests der Begabung, der Einstellungseignung

Erziehung in ausgewählten Phasen der Entwicklung

  • Einflüsse vorgeburtlicher Entwicklung
  • Problem des Bindungsverhaltens
  • Reinlichkeitserziehung
  • Spracherziehung- u. Entwicklung
  • Pädagogische Bedeutung des kindliches Spiels
  • Formen der Tagesbetreuung
  • Analyse von Erziehungsauffassungen von jungen Eltern und Älteren
  • Besuch von Kindern in familienergänzenden und -ersetzenden Einrichtungen

Erziehung unter erschwerten Bedingungen

  • Notwendigkeit besonderer Erziehungs- und Fördermaßnahmen bei Behinderungen, Down-Syndrom
  • Aufgaben der Sonderpädagogik
  • Überblick über Berufsbilder
  • Beobachtung in Fördereinrichtungen bzw. Institutionen der Integration
  • Besuch von Beratungsstellen

3.2 Schulhalbjahr 12/1

Im Thema "Erziehung – ein dynamischer Prozess der Verhaltensänderung" ist der Zusammenhang von Erziehung, Lernen und menschlicher Entwicklung vertieft und theoretisch begründet zu untersuchen.

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Erklärungsmodelle der Entstehung und Veränderung menschlichen Verhaltens im Kontext pädagogischer Konsequenzen

  • psychoanalytische Entwicklungstheorie
  • Entstehung psychischer Störungen im Pädagogischen Kontext
  • Kind als aktives Wesen – zur pädagogischen Förderung aus der Sicht der kognitiven Entwicklungspsychologie Piagets und Kohlbergs
  • Wie bin ich geworden, wie bin ich?
  • Ganzschrift: Betty
  • Protokoll einer Kinderpsychotherapie
  • Piaget im Kindergarten

Erziehung als beabsichtigte Lernhilfe

  • Lerntheorien nach Pawlow, Skinner, Bandura
  • Lernen als Verstärkungslernen – pädagogisch genutzt?
  • Lernen durch Einsicht – entdeckendes, forschendes Lernen
  • Lernen an Vorbilden
  • pädagogische Möglichkeiten selbstbestimmten Lernens
  • Strafe muss sein – muss Strafe sein?
  • Lernen lernen – aber wie?
  • Experiment zum Modelllernen im Alltag
  • Untersuchung zur Medienwirkung

Pädagogische Intervention gestörter Entwicklung

  • pädagogische Konzepte für aggressive Kinder und Jugendliche
  • Essstörung – Hilferuf, Suche und Protest
  • Angst und Erzieherverhalten
  • Jugendkriminalität – hat Erziehung versagt?
  • Besuch von Beratungsstellen
  • Gewalt im Internet

 

"Lernen ist, herauszufinden, was du schon weißt.

Tun ist, zu zeigen, dass du es weißt.

Lehren ist, andere zu erinnern, dass sie es wissen,

genau wie du es weist

Ihr seid alle Lernende, Tuende, Lehrende."

Schulhalbjahr 12/2

Im Thema "Erziehung im Sozialisationsprozess" wird zunehmend die gesellschaftliche Dimension der Erziehung in die reflexive Durchdringung von Erziehungswirklichkeit aufgenommen. Wesentliche Abschnitte menschlicher Entwicklung werden nochmals zum Gegenstand der Betrachtung und Erziehung wird als lebenslanger Prozess der Sozialisation begriffen.

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Erziehung und kindliche Sozialisation

  • Familienerziehung
  • Geschlechtsspezifische Sozialisation
  • Die neue Sicht auf die Jungen
  • Entwicklungstheorie nach Erikson
  • Familie im Wandel
  • alte Väter – neue Väter

Erziehung und Sozialisation im Jugendalter

  • Generationskonflikt als pädagogisches Problem
  • Umgang mit Ablösungsprozessen
  • Sozialisation in der Gleichaltrigengruppe
  • Theorie: Systematischer Ansatz von Virginia Satir
  • Erklärungsmodelle für die Entstehung von Delinquenz und Interventionsmöglichkeiten
  • Suchtprobleme Jugendlicher ( Alkohol, Drogen)
  • Sozialarbeit
  • Umfrage unter Gleichaltrigen zu Ablösungsprozessen u. Zukunftsvorstellungen

Erziehung und Sozialisation im Erwachsenenalter

  • Gerontagogik/ Geragogik
  • Entwicklungsaufgaben nach Erikson
  • Leben im Alter in unserer Region
  • Möglichkeiten der Altenpflege
  • Berufsbild Altenpfleger

"Das Gehirn ist in der Lage,

mit dem Körper ein Gespräch zu führen, das zum Tode führt."

(Russisches Sprichwort)

3.3 Schulhalbjahr 13/1

Das Schulhalbjahr 13/1 wendet sich dem Thema "Ziele der Erziehung – Grundlage pädagogischen Denkens und Handelns" zu. Standen bisher stärker die Entwicklung und Sozialisation im objektiven und subjektiven Sinn im Mittelpunkt, so betrachten diese Kursthemen den Menschen als Teil einer Gesellschaft, der deren Normen und Ziele der Erziehung erfährt und reflektiert. 

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Normen und Ziele in unterschiedlichen historischen, politischen und kulturellen Erziehungskontexten

  • Grundannahmen unterschiedlicher Menschenbilder
  • Erziehung im Nationalsozialismus
  • Analyse von Lehrbüchern

Alternative pädagogische Konzepte

  • Reformkonzepte von Montessori, Freinet, Petersen, Steiner, v.Hentig
  • Summerhill, Waldorf-, Odenwald-, Lichtwark-, Jenaplanschule, Oberstufenkolleg u.a.
  • Erprobung von Montessori-Material
  • Besuch einer reformpädagogischen Einrichtung

Schulhalbjahr 13/2

Das abschließende Thema "Erziehung im gesellschaftlichen Wandel" gibt Gelegenheit, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten des Durchdringens von Erziehungssituation anzuwenden, um aktuelle Probleme der Erziehung und vorhandene Lösungsansätze zu diskutieren. Das Schulhalbjahr dient dazu, Erziehungswissenschaft und pädagogische Auffassungen als eine gesellschaftliche Gestaltungskraft, als eine in Entwicklung befindliche Wissenschaft zu begreifen.

Verbindliche Themen

Exemplarische Gegenstände

Mögliche Projekte

Erziehung in der Diskussion

  • Antipädagogik
  • Entwicklung des deutschen Schulsystems
  • Pädagogische Programme der Gegenwart (Gesamtschulkonzept, Kleine Grundschule u.a.)
  • Erziehung als Dienstleistung
  • Befragung zum Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen
  • Erkundung in einer Europaschule

Multikulturelle Gesellschaft – Herausforderung für Bildung und Erziehung

  • Europaschulen und ihr pädagogisches Programm
  • Schulsysteme im Vergleich
  • PISA-Sieger und ihr Erfolgsrezept
  • Beteiligung an RAA – Projekten Dänemark/ Schulpartnerschaft
  • Zukunftswerkstatt zur Profilierung der eigenen Schule

 "Man muss das Unmögliche versuchen,

um das Mögliche zu erreichen!"

(Hermann Hesse)

4. Methoden im Unterricht

Die Methodenwahl in diesem Fach unterliegt in besonderem Maße der pädagogischen Verantwortung, alle Schülerinnen und Schüler zu fordern und sie optimal zu fördern. Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft braucht somit Methoden, die ein problem- und handlungsorientiertes Vorgehen ermöglichen und dabei die Einbeziehung biographischer und regionaler Gegebenheiten unterstützen. Dementsprechend sind insbesondere neuere Methoden zu kennzeichnen und ihre Erprobung anzuregen. Dabei ist es notwendig, das Lernen der Schülerinnen und Schüler selbst zu qualifizieren, indem sie sich bewusst Lernmethoden aneignen können.

1. Qualifizierung der Gesprächsform und Kommunikationstraining

Im Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft ist die Qualität des Dialoges und des Diskurses von besonderer Bedeutung. Es ist wichtig, die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler bewusst auszubilden.

wichtige Aspekte:

  • Nutzung variabler Gesprächsformen und deren Qualifizierung
  • Kommunikationstraining (Nachdenken über Kommunikation, Übungen zur Förderung freien Sprechens, überzeugendes Argumentieren und Vortagen)
  • Organisation von Metakommunikation

2. Strategien der Problembehandlung

Wesentliche Formen des Unterrichts im Fach Erziehungswissenschaft sind das Erkennen und Lösen von Problemen.

wichtige Aspekte:

  • Fallstudien, Fallanalyse
  • Systemanalyse/Erarbeiten eines Netzwerks
  • Szenarien
  • Zukunftswerkstatt
  • Verwirklichung- und Praxisphase
  • Experimente

3. Komplexe Strategien für weitgehend selbstbestimmtes Lernen

Möglichkeiten für selbstbestimmtes Lernen zu schaffen, ist ein wesentliches Anliegen handlungsorientierten Vorgehens.

– wichtige Aspekte:

  • projektorientiertes Lernen
  • Erkundungen
  • Unterrichtsmethoden
  • Formen der Freiarbeit

4. Methoden des handlungsorientierten Gewinnens und Verarbeitens von Informationen

Erfassen von bisherigen Erfahrungen, Sammeln von konstruktiven Ideen und Hypothesen, aber auch Systematisieren uns Strukturieren von Lerninhalten.

wichtige Aspekte:

  • Sammeln von Ideen durch Brainstorming
  • Formen der "Abfrage"
  • Methoden der themenzentrierten Selbstdarstellung
  • Clusterbildung/Mindmapping
  • handlungsorientierter Umgang mit Texten
  • bildliches oder gestalterisches Sammeln von Ideen, Einfällen oder Darstellen von Lernergebnissen

5. Leistungsbewertung

Die Grundsätze der Leistungsbewertung ergeben sich aus Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) Pädagogik sowie den geltenden Rechtsvorschriften des Landes Brandenburg.

wichtige Grundsätze:

  • Leistungsbewertung bezieht sich auf Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich Umfang und Bedeutung sowie Art der Darstellung, Wobei Selbstständigkeit und gestaltende Einflussnahme der Aufgabenlösung einzubeziehen sind
  • Leistungsbewertung bezieht drei Anforderungsbereiche angemessen ein:
    1. Wiedergabe von Sachverhalten sowie Verwendung erlernter fachbezogener Arbeitsweisen
    2. selbstständiges Anwenden erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten auf veränderte oder neue Problemstellungen
    3. selbständige Lösung einer vielschichtigen Aufgabe einschließlich Entscheidungen über den Lösungsweg mit Begründungen, Schlussfolgerungen und Wertungen
  • Die Aufgabenstellung der Leistungsbewertung im Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft sollen insbesondere die Anwendung von Fähigkeiten der Wahrnehmung und Darstellung, der theoriegeleiteten Deutung und Erklärung, die Begründete Bewertung von Erziehungsphänomenen sowie die Planung pädagogischer Tätigkeiten ermöglichen
  • Anforderungen und Kriterien der Leistungsbewertung sind den Schülerinnen und Schülern offen zu legen.
  • im Sinne der Qualitätssicherung des Unterrichts legen die Lehrkräfte ihre Bewertungsmaßstäbe offen und vergleichen untereinander exemplarisch korrigierte Arbeiten

6. Hinweise zu den Prüfungen

Das Fach Pädagogik gehört zu den Fächern, in denen dezentral geprüft wird. Die Prüfungsaufgaben werden sowohl für die schriftlichen Abiturprüfungen (180 Minuten im Grundkurs, 240 Minuten im Leistungskurs) als auch für die mündliche Abiturprüfung entsprechend der EPA für das Fach von den unterrichtenden Lehrern erstellt. Für die schriftliche Prüfung sind das in der Regel materialbezogene Aufgaben, daneben auch Problemerörterungen ohne Material. Der Schüler erhält für das schriftliche Abitur zwei Aufgaben, von denen er eine auswählen darf.

7. Quellen

  • Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS): Vorläufiger Rahmenlehrplan für das Fach Erziehungswissenschaft Sekundarstufe II, Wissenschaft und Technik Verlag, Berlin, 2001.
  • KMK: Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung für das Fach Pädagogik, Luchterhand Verlag, Neuwied, 1991.
  • Bubolz: Kursthemen Erziehungswissenschaft Band 1-6, Cornelsen Verlag, Berlin, 2000.
  • Dorlöchter: Phoenix, Der etwas andere Weg zur Pädagogik Band 1 und 2, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, 2000.