30.6.2000: Exkursion zum Max-Planck-Institut

Am letzten Tag unserer Kurswoche besuchten wir das Max-Planck-Institut in Golm. Es ist, neben dem Frauenhofer Institut für angewandte Polymerforschung, ein Teil des zukünftigen Wissenschaftsparks in Golm.

Wir trafen uns um 10.00 Uhr am Haupteingang, wo uns Dr. Seidel freundlich empfangen hat. Als erstes führte er uns durch das Gebäude. Danach erklärte er uns kurz die Forschungsreihen, denen in den verschiedenen Teilgebieten nachgegangen wird. In dem 1999 eröffneten Campus werden Forschungen zur Gravitationsphysik, zu Kolloid- und Grenzflächen und zur Molekularen Pflanzenphysiologie betrieben. Weiterhin dient dieses Institut der Ausbildung junger Wissenschaftler, die dort die Gelegenheit haben, durch verschiedene Praktika, Diplom- und Doktorarbeiten an der Forschung teilzunehmen. Diesen Worten schloß sich ein Mitarbeiter an, der uns von seiner eigenen Doktorarbeit berichtete.

Nach diesen zwei interessanten Einblicken in die Arbeit des Max-Planck-Instituts zeigte uns Dr. Seidel noch verschiedene Labors, wo wir die Möglichkeit hatten, die Funktionsweisen des Emmisions- und Rasterelektronenmikroskops und des Rasterkraftmikroskops kennenzulernen.

Man erkennt an der modernen Inneneinrichtung, dass dieses Gebäude erst vor kurzem eröffnet wurde.

In einem der Labors werden mit Hilfe des Rasterkraftmikroskopes Oberflächen untersucht. Dabei wird die Anziehungskraft der einzelnen Atome gemessen. Eine Nadel wird durch die Atome angezogen und ein darauf gerichteter Laser wird je nach Anziehungskraft abgelenkt. So lassen sich sogar Kräfte von 50 pN (Pico-Newton) erfassen und damit Abbilder der Oberflächen erzeugen (rechts).

Mit diesem 150.000 DM teuren Gerät (links) werden nanometerdünne Scheiben (rechts) von Proben durch ein Diamantmesser geschnitten.

 

Die dadurch entstandenen Scheiben sind so dünn, dass sie von Elektronen durchstrahlt werden können. Das macht sich das Emissionselektronenmikroskop zunutze. Die Funktionsweise ist ähnlich dem Lichtmikroskop.

Eine Rasterelektronenmikroskop darf auch am Max-Planck-Institut nicht fehlen. Hier wurde z.B. gerade die Nadel eines Rasterkraftmikroskops auf Verunreinungen untersucht. Über einen Monitor kann man sofort ablesen welche chemischen Elemente in der untersuchten Probe enthalten sind.

Weitere Informationen gibt es direkt beim Max-Planck-Institut in Golm.