28.6.2000: Exkursion in die Technische Fachhochschule Berlin

Um 10 Uhr morgens – für manche noch mitten in der Nacht – fanden wir uns am Eingang der Fachhochschule ein. Nachdem wir uns von dem Schock des "Achtung: Radioaktiv"-Schildes erholt hatten, wagten wir uns doch ins Labor.

In diesem Versuchsraum werden unterschiedliche Experimente durchgefürht. Es werden radioaktive Strahlungen verschiedenster Stoffe gemessen (darunter auch einer Uhr, bei der der Geigerzähler bereits einen Warnton von sich gab und ein rotes Signal auf dem Display anzeigte. Die Leuchtziffern der Uhr strahlten eine sehr hohe Radioaktivität ab, und das, obwohl es sich um eine handelsübliches Modell handelte. Beim Testen unserer eigenen Uhren und Handys gab es glücklicherweise keinen Ausschlag des Geigerzählers.)

 Auch wir haben hier die Möglichkeit ein Kernphysikpraktikum durchzuführen.

Es werden im Labor nicht nur Strahlungen von Metallen und anderen Gegenständen ermittelt, auch die Radioaktivität von Lebensmitteln (z.B. Nüsse oder getrocknete Pilze aus der Nähe und Zeit Tschernobyls) und Böden (z.B. von Vulkangebieten, etc.) wird gemessen. Mittels einer Spektroskopie wurden die verschiedenen Strahlungsarten ermittelt, erkennbar durch sogenannte "Peaks" (große Ausschläge im rechten Bild).

Kursteilnehmer Marko Rudloff testet, ob es sich wirklich um einen Bleischutz handelt. Nach seinem Zusammenbruch die einstimmige Meinung: Echt Blei

Der Ausschlag des Geigerzählers stammt in diesem Fall nicht vom Schüler, es wird nur die normale Radioaktivität angezeigt, die immer (im Normalfall sehr schwach) vorhanden ist. Das heißt, daß im Prinzip jeder Mensch zu jeder Zeit radioaktiver Strahlung ausgesetzt ist, die aber im Normalfall völlig ungefährlich ist.

Dieses wegen der Strahlung hinter dicken Mauern versteckte "Fass" ist eine Neutronenquelle, die zum Erzeugen von Radionukliden dient:

Im Kernphysiklabor der TFH-Berlin werden hauptsächlich medizinische Experimente durchgeführt. Es gibt aber auch andere Labors in denen Experimente gemacht werden.
Z.B. wurde ein Computertomograph nachgebaut (links) und mit einer wärmeempfindlichen Kamera wird versucht, die für den Menschen auf Dauer schädliche Strahlung des Röntgengeräts zu ersetzen (rechts).

Weiterführende Informationen gibt es direkt bei der TFH-Berlin.